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Abteilungsdenken und Vielseitigkeit

11. Dezember 2013

In Kanzleien kursieren eine Menge Bezeichnungen für die Abteilungen, die sich im weitesten Sinne mit der Vermarktung der anwaltlichen Dienstleistung beschäftigen. Die Grenzen zwischen Kommunikation, PR, Events, Marketing und Business Development sind häufig nicht fließend, sondern verschwommen.

Gerade wenn nur eine Person für Marketing in einer Kanzlei oder einem regionalen Büro verantwortlich ist, ist eine Trennung der Arbeitsbereiche weder möglich, noch ist Untätigkeit in einem der Bereiche sinnvoll. Trotzdem ist es hilfreich – für den Marketing Professional, wie für die Anwälte – sich die Unterschiede immer mal wieder bewußt zu machen.

Die klarste Unterscheidung bringt der Blick auf die Adressaten der jeweiligen Maßnahme. Klärt dies zugleich auch die Kommunikationswege,  die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten.

Public Relations adressiert Medien und Multiplikatoren. Es ist zeitaufwendig und weit mehr als der Aussand einer Pressemitteilung oder Deal-Meldung an den üblichen Verteiler.
Marketing Communications beschäftigt sich mit Anzeigen, Broschüren, Newslettern, Website, auch dem Branding. Häufig mit der Schnittstelle zu Recruiting. Zielgruppe sind Zielgruppen, nicht individuelle Mandanten.
Business Development schließlich richtet setzt Pitches um, pflegt das CRM-System und hat im Key-Account-Management (hoffentlich) direkten Mandantenkontakt.

Natürlich hängt die Organisationsstruktur letztlich von Kanzleigröße und den Zielen ab. Natürlich gibt es wunderbare Mitarbeiter, die alles beherrschen und souverän sind in der Umsetzung. Trotzdem, tut es beiden Seiten gut, immer mal wieder inne zu halten und die Vielseitigkeit der Aufgaben zu würdigen, zu gewichten und mit den strategischen Zielen in Einklang zu bringen. Der jährliche Marketingplan ist dafür ein guter Anlaß.

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